Offene Arbeit in der Kita

Der Schlüssel zu guter Qualität

Freiheit & Freiraum

Kern der offenen Arbeit ist es, sich gegenseitig und wechselseitig Freiheiten und Freiräume zu schenken, die die Basis für gelebten Kinderschutz sind.

Partizipation & Mitbestimmung

Freiräume sind Erfahrungsräume, die eigene Entscheidungen fördern. Freiräume schaffen Gelegenheiten, Verantwortung für die Gemeinschaft und sich selbst zu übernehmen. Wir lernen den Wert des Zusammenwirkens in sozialer Gemeinschaft wieder mehr zu schätzen.

Wir reden miteinander!

Sich aufeinander verlassen können, das zählt! Durch engen Austausch mit Anderen entsteht Zusammenhalt.
Bereits im Kleinen schafft das Verbundenheit und vor allem Sicherheit. Wir fühlen uns sicher, weil wir uns aufeinander verlassen können. Eben nicht die willkürliche starre Enge der Regel-basierten Ordnung schafft Verlässlichkeit, sondern das Ringen um die beste Lösung. Dieses Ringen in vertrauensvoller Offenheit zieht Entfaltung, Zufriedenheit, gar Glücksmomente nach sich.

Partizipation und Mtbestimmung in der Offenen Arbeit

Kinderrechte

Darum sollten wir offen arbeiten!

Unser Grundgesetz schreibt uns ins Logbuch nach Art. 1 Abs.1 – die Würde des Menschen ist unantastbar. Dieses Menschenbild spiegelt sich in der offenen Arbeit wider. Kinderrechte werden durch die Menschenrechtskonvention, im Speziellen durch die UN-Kinderrechtskonvention und durch die UN-Behindertenkonvention in den Fokus genommen. Weltweit fordern die United Nations (UN) die Denkweise des menschenwürdigen Umgangs miteinander – von Beginn des Lebens. Das Kind ist eine zu schützende Person in seiner besonderen Lebensphase. Unser wichtigster Auftrag ist es deshalb, die Kinderrechte zu gewährleisten. Aus diesem Grunde appellieren Forscher und Forscherinnen der frühen Kindheit und Sozialwissenschaften seit Jahrzehnten, die ersten Lebensjahre als die wertvollen und prägenden Jahre für die Entwicklung eines Menschen anzuerkennen.

Kinderschutz

Unsere Gesellschaft hat enormes Wissen und ein demokratisches Wertesystem vorzuweisen. Diese Kombination hat uns Wohlstand gebracht. Um unseren Lebensstandard zu sichern,  brauchen wir phantasievolle Denker und keine Befehlsempfänger. Wenn wir also Kindern die freie individuelle Entwicklung, das freie Denken ermöglichen, werden sie mit ihren innovativen Ideen ernst genommen und entwickeln selbstbewusst eigene Standpunkte. Sie lernen zu hinterfragen. Das Hinterfragen wird zum wichtigen Bestandteil der Orientierung. Unser Ziel muss deshalb sein, das Kind zu begleiten, so dass es eine würdevolle Werteordnung für sich und die Gemeinschaft entwickelt. Wir begegnen Kindern auf Augenhöhe. Jeder soll sich selbst als wertvolle einzigartige Person in der Welt erleben können.

Gelebter Kinderschutz

Sichern wir uns wechselseitig Freiräume, ist das Anderssein selbstverständlich. Inklusion, Diversität, Interkulturalität, Akzeptanz sowie Toleranz des Anderssein, sind wertvolle Inhaltsstoffe des Menschenbildes der offenen Arbeit. Wir wenden uns einander aufmerksam und wertschätzend zu.

Prävention

Das Präventionsprogramm ECHTE SCHÄTZE! mit der Starke-Sachen-Kiste für Kinder des PETZE-Instituts für Gewaltprävention aus Kiel bietet herausragendes Material zum Thema Kinderschutz für jedes Kind in seiner individuellen Entwicklung. Präventiv gedacht, verschafft die offene Arbeit jedem Kind Freiräume, um sich selbst im Wohlfühlen oder Unwohlfühlen wahrzunehmen. Dann wird ein Kind den Mut fassen, sich an die Person seines Vertrauens zu wenden, die es braucht. Die offene Arbeit stemmt sich gegen Machtmissbrauch, Willkür und damit einhergehende Ohnmacht. Sie setzt ein starkes Zeichen dagegen.

Kinderschutzkonzept

Ein Kinderschutzkonzept ist betriebserlaubnisrelevant für eine Kita. Die offene Arbeit erfüllt den gesetzlich geforderten qualitativen Anspruch von Kindertagesstätten. Kinderschutzkonzepte beschreiben umfänglich die Risikofaktoren und die Schutzmaßnahmen, um Kindern einen sicheren Ort für ihre individuelle freie Entfaltung zu garantieren. Jede Kita muss das Haus der Kinder sein.

Podcast: „Mit offenem Herzen“

Meine Empfehlung an alle Interessierten, die sich mit dem Thema „offene Arbeit“ auseinandersetzen. Der Podcast „Mit offenem Herzen“! Hier findest Du professionelle Stimmen von den Grundlagen bis hinzu den Eckpfeilern dieser kindzentrierten Pädagogik. Hör mal rein!

Demokratie aus Kindersicht

Wir brauchen die Sicht der Kinder. Die bedürfnisorientierte kindzentrierte Arbeit nimmt das Kind in die Mitte. Kindern zuhören ist von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung des Kindes. Nur so wird kindzentrierte – bedürfnisorientierte pädagogische Arbeit möglich.
Wenn Kinder in starre unverhandelbare Regelwerke gepresst werden, die Ihnen ohne Not Raum rauben, lernen Kinder zu gehorchen, sich unterzuordnen, unkritisch Folge zu leisten, ohne die eigenen Gefühle und Befindlichkeiten zu spüren oder gar zu berücksichtigen. In der Folge wird das Risiko der Anfälligkeit für extreme nicht reflektierte Denkweisen erhöht. Es ist demnach kontraproduktiv Kindern unnötige Einschränkungen aufzuerlegen.
Kritische Fragen sind urdemokratisch. Die demokratischen Prozesse werden von Anfang an geübt und gefestigt. Das Aushandeln und das Verhandeln unterschiedlicher Meinungen bedeuten für die offene Arbeit ein konstruktives Miteinander. Die Auseinandersetzung mit mehreren Sichtweisen und Bedürfnissen erfordert Akzeptanz und fördert die Frustrationstoleranz. Dies sind unverzichtbare Schlüsselqualifikationen für das spätere Leben. Dafür brauchen wir responsive Erwachsene

Demokratiebildung

Um Probleme und Herausforderungen des Lebens pro aktiv angehen zu können, sind wir auf ein phantasievolles Miteinander angewiesen. In der frühkindlichen Bildung dienen Freiheit und Freiräume vom ersten Tag an, neue Wege zur Problemlösung zu entwickeln. So lernen alle Beteiligten Hürden nicht als unüberwindbare frustrierende Hindernisse zu sehen, die handlungsunfähig machen, sondern als bewältigbare Aufgaben. Die positive Erfahrung der Selbstwirksamkeit an einer Lösungsfindung beteiligt zu sein, bleibt dauerhaft jedem Kind als Lernerfahrung haften. Aus diesem Grunde ist die offene Arbeit das Samenkorn im Kleinstkindalter, das wir säen müssen, um das Potenzial der nächsten Generationen zur vollen Entfaltung zu bringen.

Offene Arbeit ist der Schlüssel!

In meinen Coachings & Fortbildungen zur offenen Arbeit in der KITA kommen wir schnell in die praxisnahe Umsetzung.

Teambuilding

Die offene Arbeit ist ein pädagogischer Ansatz, der uns allen ein Mehr an Gemeinschaft und Gemeinsinn bietet. Die pädagogische Idee stärkt uns in unserer Verbundenheit. Wir werden getragen von Respekt und Wertschätzung auf Augenhöhe mit allen Beteiligten, den Kindern, dem Team, der Leitung, den Eltern und dem Träger.

Personalmangel

Die Überlastung der Pädagoginnen und Pädagogen ist allgegenwärtig. Personelle Engpässe verstärken die Misere. Gerade durch starre Strukturen des Alltags sind Arbeitsüberlastungen nicht wegzudenken. Die pädagogischen Fachkräfte tragen im starren Gruppensystem die Verantwortlichkeiten der Kinderbetreuung für all die zu erledigenden Vorgänge überwiegend alleine. Sie arbeiten Listen ab, haben zu wenig Arme und sind gefühlt immer den Anforderungen hinterher. Es scheint für immer und ewig eine belastende Arbeitssituation zu bleiben. Es braucht ein Change-Prozess, der die Struktur und den Kita Alltag anders organisiert. Der Schlüssel ist die offene Arbeit. Eine Umstrukturierung des starren Gruppensystems heißt, die Stammgruppen zu öffnen und gemeinsam im Team gruppenübergreifend Verantwortung für alle zu übernehmen.

Change-Management für unsere Kinder

Die offene Arbeit bedeutet

  • ein Abschied von
    starren unüberwindbaren Regeln,
    Stammgruppen und hierarchischen Strukturen
  • Mitbestimmungsrechte für jeden auf Augenhöhe
  • positive Fehlerkultur ohne die Kategorien „Richtig / Falsch“
  • Eigenverantwortung, Selbstwirksamkeit und Gestaltungsspielraum
  • Engagement und Identifikation
    das eigene Umfeld täglich freundlicher gestalten

Vom ICH zum WIR

Die Umstrukturierung des Kita-Alltags reduziert die Konflikte und erleichtert den Ablauf des Tages erheblich. Warum? Weil viele Konflikte durch mehr Freiraum erst gar nicht entstehen. Es kehrt die Leichtigkeit in die Kita ein. Kinder bewegen sich frei in der Kita. Sie sind unterwegs, ganz nach ihren Bedürfnissen und ihrem Tempo der eigenen Entwicklung. Kollegen und Kolleginnen fließen dorthin, wo sie gebraucht werden. Helfende Hände stützen sich gegenseitig in enger Absprache und Rücksprache. Die Kommunikation bekommt einen hohen Stellenwert. Die Verantwortung wird auf mehrere Schultern verteilt, ganz im Sinne vom ICH zum WIR. Die Gestaltungsspielräume jedes Einzelnen erweitern sich, sowohl für die Kinder als auch für die Erwachsenen. Die Selbstwirksamkeit, am guten Leben miteinander jeden Tag etwas Sinnvolles beizutragen, beschert uns die Zufriedenheit im Arbeitsumfeld Kita. Die spürbare Arbeitsüberlastung sinkt. Ein gemeinsames WIR zieht in die Kita ein.

Qualitätsentwicklung in der Kita

„Education is the most powerful weapon which you can use to change the world.“- Nelson Mandela

Seit Jahrzehnten versuchen Wissenschaftler unterschiedlichster Fakultäten mit ihren evaluierten Erkenntnissen an die Basis durchzudringen. Die moderne Sicht der Pädagogik hat ihre Breitenwirkung bislang verfehlt. Seit Jahrzehnten umkreisen oder streifen die guten Ansätze lediglich die Welt des Kindes ohne diese substanziell zu verbessern.
Doch ….
die Bildungspläne, die gesetzlichen Vorgaben von Ländern, des Bundes und die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse des lebenslangen Lernens sind geradezu Verpflichtung neue Wege pädagogischer Ideen zu gehen. Wir brauchen die Entfaltung des Ideenreichtums. Aus diesem Grunde ist es elementar, die Qualitätsentwicklung voranzutreiben und die starren Strukturen der Kindertagesstätten auf den Prüfstand zu stellen. Die Öffnung fängt im Kopf an.
Lassen wir uns auf die spannenden unerwarteten Wege der Kinder ein.

Den Herausforderungen des KITA Alltags mit offener Arbeit begegnen!

Als Mentorin und Coachin begleite ich Ihre KITA praxisnah auf dem Weg in die offene Arbeit.